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Nachrichten über Containertransport

 

Der Vorteil der Tonnagesteuer


04.Dez 2006

Hamburg. Bei der Tonnagesteuer handelt es sich nicht um eine klassische Steuerart. Vielmehr verbirgt sich dahinter die pauschale Gewinnermittlung von Seeschiffen, mit der die Reedereien ihre Steuerlast zumeist mindern können. Der Bundesrechnungshof hatte diese Steuervorteile kritisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte dagegen auf der 5. Nationalen Maritimen Konferenz am Montag in Hamburg, die Politik werde an der Tonnagesteuer festhalten sowie die Lohnnebenkosten «erträglich» gestalten.

Die Tonnagesteuer wurde 1999 in Deutschland eingeführt.

Sie wird als Pauschalsteuer auf die Erträge aus dem Betrieb von international verkehrenden Handelsschiffen erhoben. Der zu versteuernde Gewinn orientiert sich dabei an der Nettotonnage, also der Größe des Frachtraumes eines Schiffes.

Der Gewinn nach der Nettoraumzahl des jeweiligen Schiffes unterliegt dem normalen Verfahren der Einkommenssteuer. Als Ergebnis entstehen ein geringer Gewinn für die Schiffsgesellschaft und damit verbunden nur sehr niedrige steuerliche Belastungen. Als eine wichtige Voraussetzung muss das betreffende Schiff im Wirtschaftsjahr jedoch unter deutscher Flagge laufen, im deutschen Register eingetragen sein und eine inländische Geschäftsführung sowie Reederei aufweisen.

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) fuhren im vergangenen Jahr Schiffe mit einer Vermessung von 8,2 Millionen BRZ (Bruttoraumzahl) unter deutscher Flagge. Die deutsche Flotte bestreitet damit 1,3 Prozent der Welthandelstonnage. Derzeit fahren nur rund 400 der insgesamt mehr als 2600 Handelsschiffe deutscher Eigener auch unter deutscher Flagge.

DDP









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