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Nachrichten über Containertransport

 

Die maritime Wirtschaft in Deutschland


05.Dez 2006

Zur maritimen Wirtschaft in Deutschland zählen mehrere Branchen, die eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen abdecken. Werften und ihre Zulieferer gehören ebenso dazu wie Häfen, Logistikunternehmen, Außenhändler, Reedereien, Umschlagfirmen, Fährlinien, Versorger oder spezialisierte Banken, Fondsanbietern und Versicherungen sowie Schiffs-Klassifikationsgesellschaften.

Herz schlägt in Hamburg und Bremen
Das Herz der maritimen Wirtschaft in Deutschland schlägt vor allem in den beiden größten Hafenstädten Hamburg und Bremen/Bremerhaven. Von den rund 282 Millionen Tonnen Gütern, die im vergangenen Jahr in den deutschen Seehäfen umgeschlagen wurden, entfielen allein auf diese beiden Häfen knapp 155 Millionen Tonnen, also deutlich mehr als die Hälfte. Größere Umschlagzahlen erreicht an der Nordsee auch Wilhelmshaven mit 46 Millionen Tonnen, wobei es sich allerdings fast ausschließlich um Mineralöl und Ölprodukte handelt. An der Ostsee haben Lübeck mit knapp 19 Millionen Tonnen und Rostock mit 17 Millionen Tonnen die Nase vorn.

Mehr als zehn Millionen Standardcontainer
Betrachtet man nur den Containerumschlag, der die höchste Wertschöpfung bringt, so haben Hamburg und Bremen mit zusammen 10,02 Millionen Standardcontainern (TEU) von insgesamt 10,82 Millionen TEU in deutschen Häfen sehr klar die Nase vorn: Sie sind die beiden deutschen Welthäfen. Allein der Hamburger Hafen schafft in der Metropolregion rund 156.000 Arbeitsplätze, bundesweit sollen es sogar 250.000 sein. Hamburg ist auch ein weltweit bedeutender Platz für Schifffahrtsbanken und Containerreedereien.

23.000 Beschäftigte bei den Schiffbauern
Regional ausgewogener ist die Verteilung bei Werften und ihren Zulieferern. Die Schiffbaubetriebe selbst mit ihren rund 23.000 Beschäftigten erwirtschaften ihre Umsätze in den Küstenländern, vor allem in Niedersachsen (32 Prozent) und Schleswig-Holstein (23 Prozent). Die Zulieferer jedoch, die rund drei Mal so viele Mitarbeiter beschäftigen wie die Werften selbst, sind auch im Süden stark. Bayern und Baden-Württemberg sind mit jeweils 19 Prozent an den Gesamtumsätzen der Schiffbau-Zulieferindustrie vertreten, vor allem mit Produkten der Elektronik und Kommunikationstechnik.

NDR









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